Wildwuchssammlung


Im Juni 2004 erhielten wir den Zuwendungsbescheid von LEADER+ für ein Kooperationsprojekt zwischen dem Förderverein, der Lebenshilfe e.V. Prignitz Werkstätten, der Dr. Otto GmbH und der Biologin Petra Bernardy zum offiziellen Thema "Biowertstoffe aus wildwachsenden Pflanzenspezies der brandenburgischen Elbtalaue".

Dieses Projekt passt thematisch sehr gut zur Regionalmarke, da hier beispielhaft eine regionale Wertschöpfungskette aufgebaut werden soll. Es werden wildwachsende Pflanzen in der Prignitz von der Lebenshilfe gesammelt und von der Dr. Otto GmbH auf ihren Gehalt an ätherischen Ölen geprüft. Die zu erwartenden Mengen an ätherischen Ölen sollen (wenn es denn klappt) als Proben an potentielle Käufer geschickt werden, um so auch gleichzeitig den Absatz zu sichern. Die Biologin koordiniert das Projekt, ermittelt die zu sammelnden Pflanzen und deren Vorkommen und holt die eventuell erforderlichen Genehmigungen von den Behörden und Eigentümern ein. Das Projekt ist sofort nach Eingang des Zuwendungsbescheides angelaufen, begonnen wurde die Sammlung mit Johanniskraut. Johanniskraut wächst in sehr großen Mengen auf Brachen, an Wegrändern und Ruderalstellen. Die Biologin schult die Sammler, zeigt Ihnen die Pflanze und kontrolliert sie auch bei der Sammlung.



Momentan wird Schafgarbe gesammelt, danach steht Rainfarn an. Auch dieses sind nicht geschützte Pflanzen, die in großer Menge auf Brachen, an Wegrändern und Ruderalflächen wachsen. Die Pflanzen werden meist unterhalb der Blüte abgeschnitten, es werden richtige Blumensträuße gepflückt. Die Pflanzen treiben weiter aus und blühen auch weiter. Auch werden die ausgewählten Flächen nicht gänzlich kahlgesammelt.


Das Projekt hat wie gesagt im Juni begonnen, die Vorarbeiten bis zur Antragstellung haben natürlich viel länger gedauert. Dass der Förderverein die Trägerschaft übernimmt, hat sich jedoch erst kurz vor der Antragstellung entschieden. Das Projekt soll Ende 2005 abgeschlossen werden.

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