Gentechnikfreie Region Prignitz


Initiative zur Schaffung einer Gentechnikfreien Prignitz

Die Prignitz besitzt ein Markenzeichen, wovon andere Regionen heute nur noch träumen können. Liegt derzeit bundesweit schon nahezu die Hälfte aller Genmaisäcker in Brandenburg, so ist die Prignitz noch eine der letzten Regionen in der Mark, die mit dem Slogan "gentech-nikfrei" werben kann. Und das soll auch so bleiben!

Höhere Ernteerträge, Bekämpfung des weltweiten Hungers, Verringerung des Pestizideinsatzes - so, oder so ähnlich werben Großkonzerne wie Monsanto für den Anbau ihres patentierten, gentechnisch veränderten Saatgutes. Seit mehr als zehn Jahren werden gentechnisch veränderte Pflanzen inzwischen kommerziell angebaut, insbesondere in 5 Ländern: USA, Argentinien, Brasilien, Kanada und China. Friends of the Earth (das Pendant zum BUND) hat den Anbau weltweit unter die Lupe genommen, hat Studien eingesehen und Bauern befragt. Das Ergebnis: Gentechnisch veränderte Pflanzen sind nicht in der Lage, den Herausforderungen zu begegnen, denen Bäuerinnen und Bauern heute gegenüberstehen. GVOs (gentechnisch veränderte Organismen) haben insgesamt den Pestizidverbrauch auch nicht reduzieren können, sondern ihn ansteigen lassen.

Der renommierte US-Agrarwissenschaftler Dr. Charles Benbrook hat die ökologischen und sozialen Folgen in den USA, wo seit 1996 GVO-Pflanzen angebaut werden, in seiner neuen Studie untersucht. Die Studie zeigt, dass der Einsatz von Herbiziden auf den Gentech-Feldern in den ersten drei Jahren rückläufig war, seitdem jedoch wieder steigt. Dieses Anwachsen verursachen in erster Linie die resistent gewordenen Unkräuter auf Feldern mit herbizidresistenten Mais-, Soja- und Baumwoll-Pflanzen. Insgesamt ist der Pestizidverbrauch seit 1996 in den USA um 4,1 Prozent gestiegen. Benbrook sieht die Ursache darin, dass die Unkräuter gegen die versprühten Mittel zunehmend Resistenzen ausbilden bzw. schwerer zu bekämpfende an ihre Stelle treten und damit mehr Herbizide zur Anwendung kommen.

Die Beispiele ließen sich fortführen. Wer Interesse hat, kann sich z.B. im Internet unter www.gentechnikfreie-regionen.de ausführlich informieren. Auf den meisten Feldern in Deutschland wächst und gedeiht (noch) das, was eine überwältigende Mehrheit der Bundesbürger sich auch wünscht - Nahrungsmittel ohne Gentechnik!

Die Initiative für eine "Gentechnikfreie Region Prignitz" wurde von einem Aktionsbündnis ins Leben gerufen, dem Vertreter der Landwirtschaft, des Verbraucher- und Umweltschutzes, Vertreter von Kirchen und aus wissenschaftlichen Einrichtungen sowie Künstler und Unternehmer angehören. Wir setzen uns gemeinsam dafür ein, dass die Prignitz als eine Region bewahrt und dauerhaft etabliert wird, in der Lebens- und Futtermittel sowie nachwachsende Rohstoffe in hoher Qualität ohne den Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen und Tiere produziert werden.

Wir sind uns einig, dass eine gentechnikfreie Landwirtschaft für die Region von großem Nutzen ist. Sie ist die Grundlage für umweltgerechter wirtschaftende Landwirtschaftsbetriebe, für unbedenkliche landwirtschaftliche Produkte und Nahrungsmittel, für den Tourismus, für die natürlichen Lebensgrundlagen für Menschen, Pflanzen und Tiere in der Prignitz - und damit ein besonderes Aushängeschild.

Falls Sie die Aktion unterstützen möchten, erhalten Sie hier die Selbstverpflichtungserklärung sowie die Unterschriftenliste.


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